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Malteser Göttingen

Elisabethpreis für Malteser

Flüchtlingsprojekt „Radeln statt am Rad zu drehen“ mit 4. Platz beim

03.12.2017
Preis-Übergabe mit (v.l.): Guido Wende, Koordinator Flüchtlingsprojekte, Heribert

Die Idee entstand auf der Couch: „Wie kriegen wir die Flüchtlinge sicher von den Unterkünften zu den Deutschkursen? Wir machen sie mit dem Fahrrad mobil!“, berichtet Eva-Maria Hilgers-Canisius, Kreisbeauftragte der Malteser in Göttingen. Mit ihrem Fahrradprojekt „Radeln statt am Rad zu drehen“ machen die Malteser seit 2015 Flüchtlinge in Göttingen und im Landkreis fit in allen Regeln und Vorschriften des deutschen Straßenverkehrs sowie in Sicherheitsaspekten speziell für Radfahrer, durch Theorieunterricht, praktisches Fahrtraining und Erste-Hilfe- Kurse.

Nun ist dieses Projekt bei der Preisverleihung des 5. Elisabethpreises der Caritas im Bistum Hildesheim ausgezeichnet worden. Unter dem Motto: „Innovative Initiativen und Projekte in der Flüchtlingsarbeit“ hatten sich 39 Integrations- und Hilfsprojekte aus dem gesamten Bistum beworben. „Achtsamkeit, Vertrauen und Wahrhaftigkeit kennzeichneten alle eingereichten Projekte“, lobte der Diözesandirektor der Caritas, Achim Eng. Von ihnen schafften es 8 auf die Auswahlliste der Preisjury und wurden bei der Verleihung besonders gewürdigt – darunter die Malteser Göttingen. Die besten drei erhielten schließlich die mit 3.000,- bzw. 2.000,- und 1.000,- Euro dotierten Elisabethpreise:

Der erste Preis ging an das ökumenische Projekt „Mit Neuland auf Wohnungssuche mit Geflüchteten“ in Garbsen. In den Räumen eines Nachbarschaftsladens helfen zwei Ehrenamtliche Flüchtlingen bei der Wohnungssuche, beim Kontakt mit Vermietern sowie bei Formalitäten.
Den zweiten Preis gewann das Stadtteilprojekt „CaritasPoint St. Johannes“ der Caritas Celle in Vorwerk, das bereits seit 20 Jahren in der Migrationsarbeit tätig ist. Die Jury zeigte sich besonders beeindruckt von der hohen Bandbreite der Hilfsangebote sowie der Vielzahl an Kooperationspartnern.
Mit dem dritten Preis wurde das noch junge Netzwerk-Projekt „Ancora“ des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Hildesheim ausgezeichnet, welches Frauen mit Fluchterfahrung und insbesondere Schwangeren und Müttern mit Kleinkindern in ihrem Lebensumfeld hilft.

Auch wenn letztlich die Malteser mit dem 4. Platz nicht zu den Geldpreisträgern gehörten, freuten sie sich doch sehr über die Belobigung durch die Jury: „Es ist eine große Ehre und ein Motivationsschub für unser ehrenamtliches Engagement, dass wir in einem Atemzug mit
den Preisgewinnern genannt wurden“, so Guido Wende, Koordinator für Flüchtlingsprojekte bei den Maltesern in Göttingen. „Diese Auszeichnung gilt allen, die hier in den letzten Monaten mit angefasst haben und unser Projekt zu einem Erfolg in alle Himmelsrichtungen gemacht haben. Danke an alle, die hier immer noch aktiv sind. Das Projekt rollt, rollt, rollt!“ sagte Hilgers-Canisius.

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