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Malteser Göttingen

Letzte Wünsche erfüllen

Malteser in Göttingen starten das Projekt Herzenswunsch-Krankenwagen

15.02.2017
Dr. Christoph Mock (6. von rechts) und Malteser-Kreisbeauftragte Eva-Maria Hilgers-Canisius (3. v.r.) sowie Dirk Odenthal (5. von links) leiten das Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ der Malteser in Göttingen. Vorne die Leitung des Hospizes an der Lutter: Beatrix Haan (vorne, dunkle Kleidung), Vorsitzende des Hospizvereins, daneben die Hospiz-Pressesprecherin Kim Ockershaus, Prof. Dr. Peter Diepold vom Vorstand des Hospizvereins und Hospizleiterin Regina Bauer; Bildquelle: Malteser

Göttingen (mhd) Noch einmal den Harz sehen, ein letzter Besuch am Seeburger See? Mit ihrem neuen Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ können die Malteser in Göttingen nun todkranken Menschen diesen Wunsch erfüllen: Gut ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter bringen die Patienten mit einem voll ausgerüsteten Krankentransportwagen an einen Ort ihrer Wahl. Das Projekt läuft auf Spendenbasis. Dabei arbeiten die Göttinger Malteser eng mit dem Hospiz an der Lutter zusammen.

 Elf speziell geschulte Ehrenamtliche stehen derzeit in Göttingen für solche Fahrten bereit, weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Koordiniert werden sie vor Ort von Malteser-Dienststellenleiter Dirk Odenthal und der Malteser-Kreisbeauftragten Eva-Maria Hilgers-Canisius.

Die Göttinger Malteser sind mit diesem Angebot nicht alleine. Auch in Braunschweig und Celle sowie Wolfsburg sind insgesamt rund 50 Helfer für den Herzenswunsch-Krankenwagen vorbereitet. Hannover soll noch folgen.

An allen Standorten arbeiten die Malteser eng mit stationären Hospizen zusammen. Kommt von dort eine Patientenanfrage, stellen die Malteser, je nach körperlicher Verfassung des Patienten, einen Rettungswagen oder Krankentransportwagen zur Verfügung und sorgen für fachkundige Begleitung. Ist genügend Platz vorhanden, kann ein Angehöriger mitfahren.

Für diesen Dienst zahlen der Patient sowie seine Begleitperson nichts. Etwa 100 Euro kann es kosten, einen schwerstkranken Menschen noch einmal nach Hause zu fahren. Für 420 Euro könnte man ein sterbenskrankes Kind zusammen mit seinen Eltern für einen Tag an die Ostsee fahren und etwa 1.500 Euro müsste man aufbringen, um einen Patienten nach Süddeutschland zu bringen, wo er noch einmal mit Verwandten Weihnachten oder ein anderes Fest feiern könnte. Um die Fahrt den Betroffenen kostenfrei anbieten zu können, sind die Malteser daher auf Spenden angewiesen.

Koordiniert wird dieser neue Malteser-Dienst von Dr. Christoph Mock, Theologe und Trauerbegleiter des Ambulanten Hospizdienstes der Malteser in Hannover. Mock klärt alle Rahmenbedingungen, hält Kontakt zu den behandelnden Ärzten und sorgt auch für die Ausbildung der ehrenamtlichen Malteser-Begleiter. „Wenn wir mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen einem todkranken Patienten eine Herzensangelegenheit erfüllen können und er so vielleicht ein letztes Mal für ein paar Stunden aus dem Hospiz herauskommt und etwas erlebt, was ihm persönlich wichtig ist, dann hat das Projekt seinen Zweck erfüllt“, sagt Mock.

Spendenkonto des Herzenswunsch-Krankenwagen:
Malteser Hilfsdienst e. V., Diözese Hildesheim

Pax Bank IBAN: DE49 3706 0120 1201 2090 10 BIC: GENODED1PA7

Stichwort: D09HWK oder „Herzenswunsch“

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE51370601201201209265  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7